18. Juni 2010
Wie so viele Kunst- und Kultureinrichtungen in Deutschland ist auch die Künstlersiedlung Halfmannshof mit ihrer im nächsten Jahr 80jährigen Geschichte finanziell eine hohe Belastung für die Kommune, und natürlich gibt es trotz Kulturhauptstadtjahr Ruhr 2010 für die Existenz und den Fortbestand der Künstlersiedlung keine Garantie.
Die Stadt Gelsenkirchen und die Künstlersiedlung Halfmannshof arbeiten derzeit an Ideen für eine mögliche Zukunft dieser Europaweit einzigartigen Siedlung, um sie als Kulturgut für die Stadt Gelsenkirchen zu erhalten. Im Laufe diesen Jahres soll ein tragfähiges Konzept entwickelt werden.
In diesem Sinne findet am 18. Juni 2010 in der Künstlersiedlung Halfmannshof ein Workshop statt, zu dem besonders geladene Gäste aus der Kunst- und Kulturszene der Region grundlegende Ideen sammeln wollen, wie eine zukünftige inhaltliche Ausrichtung der Künstlersiedlung sein kann.
Folgende Personen beteiligen sich am Workshop:
Jochem Ahmann, Künstler, Vorstandsmitglied im Deutschen Werkbund NW, Vorstandsmitglied im Westdeutschen Künstlerbundes
Dr. Bandelow, Stadt Gelsenkirchen
Herr Reinhard Buskies, Kunstverein Bochum
Barbara Echelmeyer, Keramikerin, Künstlersiedlung Halfmannshof e.V
Karin Hilmar, Künstlerin Künstlersiedlung Halfmannshof e.V
Katja Langer, Künstlerin Vorstand der Künstlersiedlung Halfmannshof e.V
Claudia Lüke, Künstlerin
Willi Otremba, Künstler, Vorsitzender des Vereins Künstlerhaus Dortmund, Vorstandsmitglied des Westdeutschen Künstlerbundes
Werner Rybarski, Bildung für nachhaltige Entwicklung, aGEnda21
Peter Schmieder, Geschäftsführer des Kunsthauses Dortmund
Moderator der Veranstaltung ist Bernd Hutschenreuter, Berater aus Essen.
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9. Mai 2010
"Kreuz.Eine Ausstellung"
Ansprache von Hans-Jörg Loskill, früherer Kulturredakteur WAZ Gelsenkirchen
Das Kreuz, das Menschen verbindet
Ausstellung der Halfmannshöfer in der Pauluskirche in GE-Bulmke
Wir haben uns versammelt in dieser Kirche – unter dem Kreuz. Wir haben gesungen und Texte gehört, wir haben meditiert und unseren Glauben kollektiv versichert. Und immer begleitet uns diese radikale Gestik gekreuzter Linien.
Dieses Zeichen soll sogar älter sein als das eigentlich in der Gestaltungsform ideale und kongeniale Quadrat: das Kreuz. Schon in der Steinzeit fand man Felsritzungen in Höhlen mit dieser abstrakten Bildsprache – als Botschaft für Erde und Himmel, für Freundschaft und Frieden, für Beziehung und Kommunikation. Es übernimmt in seiner schlichten Grafik eine Zahlensymbolik rund um die „Vier“ – als zweifache Verbindung diametral entgegen gesetzter Punkte, zugleich Sinnbild für Einheit, Synthese, für das Maß schlechthin. Das Kreuz verknüpft(e) damals wie heute in seiner Bildkonzentration die Bedeutungsebenen von Zeit und Raum. Es führt in die kommunikativen Systeme der Menschheit ein als ebenso poetisches wie verknappt geistiges Signal. Und es bestimmte das antike, humane und christliche Denken – das gilt bis zum heutigen Tag. Das Kreuz begleitet sinnliches Leben und spirituelle Meditation. Es ist eine Chiffre für die Humanitas. Und deshalb hat es immer künstlerisch Schaffende angeregt, sich mit dem Kreuz auseinanderzusetzen.
Das gilt auch für den Halfmannshof mit seinen Mitgliedern, das gilt auch für diesen sakralen Raum der Pauluskirche.
Der Gedanke lag nahe, dass Halfmannshof und Pauluskirchen-Gemeinde via Kreuz einmal mehr zu einander fanden.
2010_05_09_Rede Herr Loskill weiterlesen:
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30. April 2010
...der Erhalt der Künstlersiedlung Halfmannshof an ihrem Standort...
Die Stadt Gelsenkirchen in den Personen des Dezernenten Herrn Dr. Beck und Herrn Dr. Bandelow beschäftigt sich gemeinsam mit dem Verein Künstersiedlung Halfmannshof e.V., vertreten durch den Vorstand Katja Langer und Heiner Szamida, seit Wochen mit der neuen Konzeptionierung der Künstlersiedlung Halfmannshof mit einem kreativen und tragfähigen Zukunftskonzept.
Den Anstoss zu diesen Gesprächen gab Herr Oberbürgermeister Baranowski und die Initiative der Künstlerinnen und Künstler, durch die dringende Notwendigkeit, ein Zukunftskonzept zu entwickeln. Diesbezüglich ist die GGW ebenfalls eng in den Prozess eingebunden, auch Ideen für eine neue Trägerstruktur zu entwickeln bzw. die dafür notwendigen Informationen zur Verfügung zu stellen.
Die Aufgabe, welche sich die Stadt Gelsenkirchen hiermit gestellt hat, ist nicht allein durch ein Gutachten zu erledigen. Es ist erfreulich, dass sich die Politik und die Kultur auf den Weg begeben haben und die Podiumsdiskussion in der Künstlersiedlung Halfmannshof hat gezeigt, dass auch die Fraktionen diesen Prozess unterstützen möchten.
Die Künstlersiedlung Halfmannshof ist der festen Überzeugung, dass sich dieses wichtige kulturpolitische Thema - der Erhalt der Künstlersiedlung Halfmannshof an ihrem Standort - nicht für den Wahlkampf eignet. Demzufolge wäre es wichtig, dass sich alle politischen Fraktionen gemeinsam und konstruktiv in den derzeit laufenden Konzeptfindungsprozess einbinden und sich austauschen würden.
Katja Langer, 1.Vorsitzende
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