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Ein Bauernanwesen in eine Künstlersiedlung umzufunktionieren, war schon Anfang der 1930er Jahre eine verwegene Idee. Die damaligen Verantwortlichen schafften es trotzdem. Seit 1931 wohnen und arbeiten Künstlerinnen und Künstler der unterschiedlichsten Disziplinen neben- und miteinander. Um nach den Kriegswirren der Gemeinschaft einen offiziellen Status zu geben, wurde 1945 die Künstlersiedlung Halfmannshof als eingetragener Verein gegründet.
Die mannigfaltigen künstlerischen Impulse der Gemeinschaft erlangten große Aufmerksamkeit bundesweit. Gleichzeitig wurde sie zum Ort von Ausstellungen, Konzerten oder Lesungen, die in der Ausstellungshalle seit 1956 stattfinden. Permanent rücken neue Künstlerinnen und Künstler nach und finden Ausstellungen und Präsentationen von interessanten Gästen statt und geben dem Hof und der Kunstszene neue Impulse.
Die Künstlersiedlung Halfmannshof übernimmt im Süden Gelsenkirchens, genau zwischen den Städten Essen und Bochum und der das gesamte Ruhrgebiet verbindenden Autobahn A40 gelegen, eine wichtige kunstvermittelnde Rolle. Die parkähnliche Rundhofanlage mit zentraler großer Wiese, eingerahmt von den Künstlerhäusern, Ateliers und einer Ausstellungshalle, bietet dem Betrachter ein idyllisches Bild.
Auf dem Hof ansässig sind derzeit folgende Kunst- und Kunsthandwerksdisziplinen: Zeichnung und Grafik (Daniel), Malerei (John)Skulptur (Jiri und Karin Hilmar), freier Künstler (Szamida), Grafik u. Fotographie (Langer, Keramik (Echelmeyer), Buchkunst (Klein) und Fotografie (Kloth). Barbara Echelmeyer, Rolf John und Helmut Kloth, sowie das Ehrenmitglied Herbert Daniel, engagieren sich im Verein Künstlersiedlung Halfmannshof e.V., stellen beständig eigene neue Arbeiten vor und laden in langjähriger Tradition Gastkünstlerinnen und Gastkünstler aus dem Ruhrgebiet und international ein.
Ein Wettbewerb junger Gestalter/innen zur Neuschaffung eines Logos wurde im Jahr 2006 ausgelobt. Seit 2009 prägt das neues Logo das Erscheinungsbild der Künstlersiedlung Halfmannshof. Traditionell bleibt allerdings, dass die Künstlerinnen und Künstler des Halfmannshofes einmal im Jahr für zwei Tage ihre Ateliers öffnen. Jedes Jahr am ersten Adventswochenende präsentieren die Halfmannshöfer und in der Ausstellungshalle Gastkünstler/innen aus ähnlichen künstlerischen Zusammenschlüssen des Ruhrgebiets ihre Arbeiten.
Die Kinderkunstausstellung, eine Präsentation immer kurz vor den Sommerferien, fand 2011 zum 7. Mal statt und gehört ebenfalls zum festen Programm vor Ort.
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